Batteriebank

Die Starterbatterie hat 55A, die Batteriebank für die Verbraucher hat  3×75 A = 225 A. Über die Auslegung der Verbraucherbatteriebank gibt es die verschiedensten Ansätze, allen gleich ist, zunächst einmal die täglich benötigte Strommenge zu ermitteln. Dies ist sehr einfach, ist dieses doch die Summe aller Einzelverbraucher und ihres Stromverbrauches innerhalb von 24 Stunden. Hierzu werden zunächst alle Verbraucher in einer Liste aufgelistet, dahinter der Stromverbrach pro Stunde notiert, dann der durchschnittliche Stundensatz notiert und das vorherige Ergebnis hiermit multipliziert. Alles zusammen addiert ergibt den Stromverbrauch in 24 Stunden. Dieser wird variieren, je nachdem ob das Boot vor Anker liegt oder in Fahrt ist (Selbststeueranlage, AIS-Anlage, Radar, Positionslampen, vieles davon ist vor Anker ausgeschaltet und verringert den Stromverbrach vor Anker. Zur Ermittlung des Energiebedarfes benötigen wir den höchsten Wert, daher nehmen wir die Verbraucher, wenn das Boot in Fahr ist. Haben wir zum Beispiel einen Wert von 100 A innerhalb von 24 Stunden ermittelt, gibt es zwei sehr unterschiedliche Betrachtungen und Empfehlungen. Die eine Empfehlung lautet das die Batteriebank doppelt so groß sein soll wie der durchschnittliche Bedarf innerhalb von 24 Stunden. Da die Batterie selten komplett voll geladen sein wird, aber auch nicht unterhalb von 25% entladen werden sollte (Tiefentladung und schnellere Alterung der Batterie), werden wir uns mit dieser Empfehlung immer in dem Bereich bewegen, der einem Ladezyklus pro Tag entspricht. Bei einer Lebensdauer von 700-1000 Ladezyklen sollten die Batterien im Dauerbetrieb 2-3 Jahre halten. Die zweite Empfehlung ist, die Batteriebank vierfach so hoch auszulegen wie der durchschnittliche Bedarf innerhalb von 24 Stunden. Hierdurch kommt es pro Tag nicht zu einem Ladezyklus, da die Batterie nicht stark beansprucht wird und die Batterien hierdurch doppelt so lange halten sollen. Was aber geschieht, wenn ich die Batterien doch einmal auf 25% entlade und mit den von gegebenen Nachlademöglichkeiten Solarpanel-Windgenerator-Wassergenerator (der Motor mit seine Lichtmaschine sei bei dieser Betrachtung ausser Acht gelassen, da dies die teuerste Art ist die Batterien zu laden) nachlade? Ich werde es nicht schaffen, die Batterie jemals wieder voll zu laden, das heißt auf Dauer wird sich die Batterieladung zwischen 60-25% bewegen, auf diese Art werden die Batterien nicht doppelt so lange halten wie prophezeit. Ausgenommen natürlich, ich nutze den Motor zur Batterieladung, oder habe mehrere Windgeneratoren und Solarzellen installiert, die es mir erlauben, auch eine grosse Batteriebank, die im unteren Ladungszustand ist, wieder voll zu laden. Welches Ergebnis bringt uns diese Betrachtung? Die Auslegung der Batteriebank auf das doppelte des durchschnittlichen Tagesbedarfes ist ausreichend. Hierdurch halbieren sich die Kosten gegenüber einer auf das vierfache ausgelegten Batteriebank. Auch wenn die Batterien nur halb so lange halten, kosten diese auch nur die Hälfte. Über 4-5 Jahre (im Dauerbetrieb) entstehen die gleichen Kosten, bei der ersten Variante habe ich durch den Austausch der Batterien nach der Hälfte der Zeit über den gesamten Zeitraum Garantie und komme mit der Hälfte des benötigten Platzes für die Batteriebank aus. Diese beiden Argumente haben mich dazu bewegt, die Batteriebank nicht zu vergrößern sondern zu belassen so wie diese ist. DSCN1220 Batteriebank